Zum abgedroschenen Topos: “ Glauben heißt: nicht wissen „, könnte die Philosophieseite in so fern passen, weil sie auf „Suchen nach Wissen“ ist…aber nicht mehr bei der Übersetzung von Philosophie mit „Freund des Wissens“, denn dann fiele jeglicher Glaube heraus, da der Gläubige ja weder etwas wissen will noch irgendetwas beweisen kann! Dazu Roger Bacon ( 13.Jhd.), Franziskanermönch und Philosoph aus England:“ Wenn jemand sagt, er glaube nicht an die Existenz Gottes, darf man ihn nicht verurteilen, denn niemand von uns Gläubigen hat je einen Beweis von Gottes Existenz erbringen können.“ Aus Gründen drohender Inquisition musste Bacon damals seine Gedanken unter Verschluss halten.
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Noch ein paar Sprüche mit auf den Weg zu den Gedanken.
z.B. von Max Frisch:“ Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!“ (Biedermann und die Brandstifter) oder
Karl Kraus:“Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.“
Na? Sind beide Sätze nicht wunderbar auf so viele heutige Politik-Demagogen anzuwenden?